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Das familienfreundliche Segleridyll im Westen Fehmarns

 

Für alle gilt ... bitte Abstand halten, beim Hafenmeister einzeln mit Nase-Mundschutz eintreten

Da wir weder die Einhaltung der Abstandsregeln noch die Teilnehmerobergrenze gewährleisten können, muss der Gemeinschaftsraum unseres Clubhauses leider geschlossen bleiben.

Regatta „Rund Fehmarn“ am 22. August 2020

 

Am Freitagnachmittag erreichte uns Martins Rundum-Frage: „Wer hat kurzfristig Zeit und Lust, morgen Regatta mitzusegeln?“ Da muss man nicht lange überlegen – ziemlich schnell erteilten wir unsere Zusagen, aber ebenso gleichzeitig erstaunt fragten wir nach: „Regatta? Wo? Trotz Corona?“ Das, was Segler zum holprigen Saisonstart aus den Gedanken gestrichen hatten, fand in unmittelbarer Nähe statt! Die Segler-Vereinigung Heiligenhafen in unserer Nachbarschaft hatte sich trotz immer noch geltender Restriktionen die Mühe gemacht, die Regatta „Rund Fehmarn“ zu organisieren. Unter Auflagen durfte die Regatta gesegelt und auch ein kleines Abendprogramm mit Siegerehrung veranstaltet werden. Die SVH hatte sich außerdem etwas Innovatives ausgedacht und eine neue Startgruppe geschaffen: Multihull & Spezial – für solche Yachten, die nach Ostsee-Cup-Regularien mit Meßbrief hätten starten müssen, da sie einen niedrigen Yardstick-Wert aufweisen, jedoch Corona-bedingt einen solchen nicht beantragt hatten. Diese Schiffe passten natürlich nicht in die anderen Yardstick-Startgruppen. Dr. Martin Rafalczyk skipperte für den SVLF seine Luffe 45 „Schlawutzi“ in dieser neuen Startgruppe, unterstützt von seiner motivierten und bestens gelaunten Crew Hannelore Bartels, Patrick Böttcher, Nils Pastors, Philipp Kliefoth und Ingrid Kliefoth.

 

Nach dem morgendlichen Regattafrühstück an Bord von „Schlawutzi“ wurde das Schiff vorbereitet und rechtzeitig die Festmacher gelöst für den kurzen Schlag hinüber nach Heiligenhafen. Beim Start herrschte eine leichte Brise von 9 Knoten aus Süd-West, wir kamen gut über die Starlinie nördlich der Tonne Heiligenhafen Ost und gingen auf Kurs rund Insel. An der ersten Wendemarke waren wir das erste Schiff, aber schon kurz darauf wurden wir vom ersten Multihull aus unserer Spezialgruppe überholt. Hoch am Wind segelten wir am Graswarder entlang in Richtung rot-weißer Tonne vor den Hochhäusern. Der Wind nahm bis zu 14 Knoten zu. Die Einrümpfer blieben auf Distanz. Nach Umrunden der Tonne ging mit Verzögerung endlich der Spi hoch, es wurde noch ein Sonnenschuß hingelegt und dann endlich Kurs Westermarkelsdorf genommen.

 

Den nachfolgenden Yachten rauschte „Schlawutzis“ beachtliche Heckwelle entgegen. Im Belt legte der Wind auf 19 Knoten zu. Trotz des hoch konzentrierten Paddy, der „Schlawutzi“ gefühlvoll bei 9,5 Knoten Geschwindigkeit durch die holprige See steuerte, blieb der nächste „Sonnenschuß“ nicht aus - Zeit, den Spi zu bergen. Auf Höhe Puttgarden hatten wir mit den Fähren keine Nahbegegnung, dafür waren wir einfach zu schnell unterwegs. Wir beobachteten, dass die aus Puttgarden auslaufende Fähre erst Fahrt aufnahm, nachdem das Yachtfeld passiert hatte. Hinter Puttgarden wurde der Kurs auf die Untiefentonne Staberhuk Ost abgesetzt. Nun pflügte „Schlawutzi“ wieder unter Groß und Genua durchs Wasser, selten lag die Schiffsgeschwindigkeit unter 7,4 Knoten. Bis Staberhuk konnten wir den Kurs ohne Wende halten, überholten mehrere Yachten, die im ersten Starterfeld, also eine halbe Stunde vor uns, gestartet waren und freuten uns über „Speedsailing-Feeling“.

 

Nach der Gefahrentonne konnten wir direkt anlegen auf die Ansteuerung Fehmarnsund Ost und zeigten wiederum einigen Konkurrenten das Heck. Im Tonnenstrich zur Brücke zog „Schlawutzi“ mit Philipp am Ruder rasant an einer Comfortina 42 vorbei, die nur eine Schiffslänge entfernt parallel zu uns segelte und uns bei beeindruckender Krängung den Kiel zeigte. Gerade, als zu befürchten war, die Comfortina 42 würde einen Sonnenschuß am Wind hinlegen, brach deren Genuafall und das Vorsegel sackte hinunter. Auch hier zeigte sich wieder der Vorteil, schnell zu sein – umso schneller ist man aus einer spannenden Situation herausgesegelt.

 

Hinter der Fehmarnsundbrücke machten wir noch drei Kreuzschläge und nach 5 Stunden und 23 Minuten und 26 Sekunden schob sich „Schlawutzi“ - gesteuert von dem hocherfreuten Eigner & Skipper Martin - über die Ziellinie am Deviationsdalben vor Heiligenhafen. Mit diesem Top-Ergebnis sicherte sich „Schlawutzi“ die „Line Honors“ als schnellster Monohull und somit das „Blaue Band Rund Fehmarn“ und den 3. Platz in der Multihull & Spezial-Gruppe und damit einen schönen Erfolg für unseren SVLF.

 

Die Segler-Vereinigung Heiligenhafen hat eine gelungene Veranstaltung mit Hygienekonzept, welches auf disziplinierte Teilnehmer traf und schlüssig umgesetzt wurde, organisiert. Wir bedanken uns bei der SVH, freuen uns über einen grandiosen Segeltag und nehmen das „Blaue Band Rund Fehmarn 2020“ mit nach Lemkenhafen.

 

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Eingetragen ins Vereinsregister Burg/Fehmarn am 24. August 1967