S 30 G 177 „Vivika“

 

Der S 30 entstand auf Anregung des Schwedischen Seglerverbands und wurde von Knud Reimers als familien- und tourentaugliche Schärenkreuzervariante mit 15 cm mehr Freibord entworfen. Die im Niedergangs- und Pantrybereich gewünschte Stehhöhe brachte Reimers im achtern angehobenen Aufbau unter. Das Boot hat eine Mittelplicht und komfortable Achterkajüte.

 

Die stufige Kajüte mit größeren Fenstern ist ein Merkmal weiterer Reimersscher Fahrtenboote, etwa des Seekreuzers Bacchant und der größeren S 30 Schwestern S 40 und Swede 55.

 

Abweichend vom klassischen Schärenkreuzer und im Unterschied übrigens auch zur Tourenschäre vom Typ „Lotus“ gab Reimers dem S 30 mit 2,50 m mehr Breite. Dies kommt dem Platz und Segeltragevermögen zugute.

 

Knud Reimers hatte selbst einen S 30 und sein Boot bis ins hohe Alter hinein versiert gesegelt.

 

12,50 m lang, Wasserline 9,30 m, 2,50 m breit, 1,47 m Tiefgang, Verdrängung 3,1 t, 1,45 t Bleikiel, Großsegel 22,25 qm, Fock 15,30 qm, Genua 27 qm. 13 PS Volvo Penta MD 7 mit Saidrive 110 S und Faltpropeller.

 

Der S 30 wurde von 1972 bis 78 mit dem stufigen Aufbau von der schwedischen Fisksätra Werft in Västervik in Gfk gebaut. Danach folgte eine Variante mit kantigem, „aufgeblasenem“ Aufbau mit der Absicht, etwas mehr Platz unter Deck zu schaffen.

 

Insgesamt wurden mehr als 300 S 30 Tourenschärenkreuzer gebaut. Sie werden in Skandinavien, Norddeutschland, England, den USA, Australien und am Bodensee gesegelt, wo mehrere S 30 liegen.

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Eingetragen ins Vereinsregister Burg/Fehmarn am 24. August 1967