SK 15 S9 - Oj Oj

 

Dieser 15er Schärenkreuzer von 1933 ist ein Exemplar der kleinsten von insgesamt neun Schärenkreuzerklassen, die es von 15 bis 150 qm vermessener Segelfläche gibt. Es wurden 61 Exemplare der 15 qm Klasse in Schweden gebaut.

 

„Oj Oj“ entstand 1933 gemäß der 1925 überarbeiteten Schärenkreuzer-Vermessung für Karl Johansson, den Besitzer der Bootswerft Norrtälje.

 

Das Boot ist 9,80 m lang und 1,70 m breit. Tiefgang 1,20 m, Gewicht 1,2 t. „Oj Oj“ ist länger, schmaler, filigraner und leichter als das Dreimannkielboot Drachen. Von den Abmessungen und Gewicht her ist das Boot ähnlich wie ein etwas größerer 22er gut einhand zu segeln und eignet sich als Daysailer.

 

Entworfen wurde „Oj Oj“ (der Bootsname heißt übersetzt „Oh weh“ oder „Oha“) vom Schweden Lage Eklund, der 1928 bis 1930 beim namhaften Konstrukteur Gustav Estlander gearbeitet hatte und sich dann selbständig machte.

 

Das Boot wird 2002 von Georg Milz in teilrestauriertem, beklagenswerten Zustand an der Schlei entdeckt. Milz gibt sich fünf Jahre, um das Boot nebenher in Feierabendarbeit wieder flott zu machen. Doch bereits 2003 steht „Oj Oj“ glänzend im Lack und bereit zum Einwassern auf dem Kurt Kolbaum Platz am Kai in Lemkenhafen.

 

Das Schmuckstück ist Ergebnis der zehnmonatigen Arbeit, die maßgeblich vom gelernten Bootsbauer Bernhard Kleist aus Burg/Fehmarn geleistet wurde. Kleist hatte von 1956 bis 1970 bei der angesehenen Evers Werft in Niendorf gearbeitet.

 

„Oj Oj“ gehörte bis 2009 Georg Milz und seitdem Ulla Prötel.

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Eingetragen ins Vereinsregister Burg/Fehmarn am 24. August 1967